Die vier Lernaufgaben für Herzmenschen

Vielleicht bist du eine Herzdame, bzw. ein Mann mit viel Gefühl. Herzmenschen sind meist beliebt, denn in ihrer Gegenwart fühlen sich andere Menschen wahrgenommen und wertgeschätzt. Sie verbessern gern die Welt und ein Großteil von ihnen hat ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Leider werden Herzmenschen leicht enttäuscht, da sie oft besser auf andere Menschen achten als auf ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen.

 Das kommt dir bekannt vor? Dann lies unbedingt folgenden Artikel über die vier wichtigsten Lernaufgaben,

inkl. bewährter Tipps für Herzmenschen!

 

Das hilft Herzmenschen

 

Als Herztyp bist du meist ein „Geber“ und andere Menschen spüren das. Deswegen lautet das erste Thema Grenzen. Kennst du deine persönlichen Grenzen und kannst sie anderen gegenüber benennen? Damit weder du selbst noch andere deine persönlichen Wohlfühl-Grenzen missachten ist es sehr hilfreich, dass du spürst, was in deinem Körper in entsprechenden Situationen geschieht. Nimm dir das Recht, auszudrücken, was in dir passiert oder dich auch zurückzuziehen. Sobald du dir deiner Grenzen bewusster wirst, kannst du im Kontakt mit anderen besser bei dir bleiben und fühlst dich nicht ausgelaugt.

 

Das zweite Thema lautet Selbstwert. Herzmenschen neigen nämlich dazu, viel für andere zu tun, wenn sie sich bis zu einem gewissen Punkt noch die Bestätigung von außen wünschen, dass sie liebenswert sind. Sei gewiss: Du selbst bist wertvoll – egal was du tust - und es ist ganz wichtig, dass du SELBST das erkennst und dir diese Anerkennung zollst. Erst dann wirst du ein tiefes Glück und ein authentisches Selbstwertgefühl entwickeln und aus dem Hamsterrad des Für-andere-da-seins aussteigen können.

 

Die dritte Herausforderung für Herzmenschen ist ein gesunder Egoismus. Gefühlsmenschen denken oft, sie haben nicht das Recht, für sich selbst einzustehen und wollen um keinen Preis der Welt egoistisch erscheinen. Was anderen selbstverständlich ist, nämlich sich zu nehmen was man braucht, fällt Herzmenschen oft recht schwer. Aber du hast das Recht dazu! Es besteht ein wichtiger Unterschied zwischen Egoismus und Selbstfürsorge. Das eine entsteht aus Selbstsucht, das andere aus Selbstliebe. Wenn du gut für dich sorgst und darauf achtest, dass dein Energiehaushalt in Balance bleibt, kannst du außerdem noch besser für andere da sein.

 

Widme dich deinen Gefühlen, und zwar den schönen genauso wie den abgelehnten. Herzmenschen neigen nämlich dazu, sich bisweilen mehr mit anderen zu beschäftigen als mit sich selbst. Das birgt auch den vormeintlichen Vorteil, weniger zu fühlen, was in dir selbst vielleicht schmerzt. Aber sei gewiss: Deine eigene Gefühle zu fühlen und Verantwortung dafür zu übernehmen bringt dich dir näher und treibt deine eigene Entwicklung ein gehöriges Stück voran. Durch das Ja zu dir – sowohl zu deinem Licht als auch zu deinem Schatten – öffnet sich dein Herz auf eine authentische Art und Weise, sowohl für dich selbst als auch für andere.

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Monika (Montag, 18 Januar 2016 10:52)

    So wahr und so schön geschrieben. Ich liebe Deine aufmunternden und selbstbejahenden Texte und freue mich schon sehr auf Dein Buch! LG Monika

  • #2

    Carla (Montag, 18 Januar 2016 11:06)

    Danke liebe Monika!!

  • #3

    Jana (Montag, 18 Januar 2016 14:06)

    Wunderschön, vielen Dank! Ich bin wohl voll ein Herzmensch... knabbere gerade noch an einem Telefonat von voriger Woche und merke, wie sehr mir deine Regeln helfen!

  • #4

    Carla (Montag, 18 Januar 2016 21:53)

    Liebe Jana, danke für dein Feedback. Lange an etwas zu knabbern ist auch typisch für Herzmenschen, damit bist du nicht allein ;-) Mein Rat wäre, dich ganz dem Gefühl zu stellen, welches damit verbunden ist, auch wenn es Enttäuschung ist o.ä.ist. Wenn Gefühle bejaht werden, ziehen sie sich meist nicht so in die Länge, oder sie werden von etwas Neuem abgelöst. Dann kann das Knabbern vielleicht etwas verkürzt werden.
    Alles Gute, Carla

  • #5

    Rita (Sonntag, 24 Januar 2016 10:42)

    Hey Carla
    Ich find´s klasse, was Du schreibst und wie Du es scheibst.
    Für mich ist es auch hilfreich mir klar zu machen, dass es niemals gelingen kann, die Löcher anderer Menschen wirklich zu stopfen. Solch ein Herzensmensch rennt vielleicht sein Leben lang einer schon früh angenommenen Rolle hinterher.
    Man gibt dann alles dafür, sich an der eingeübten Rolle fest zu klammern. Mir hat dieser Starrsinn :) nicht gut getan und ich habe auch niemand anderen damit dauerhaft gerettet. Ich übe nun: "Weniger ist mehr".
    Im letzten Jahr habe ich das Alleinreisen für mich entdeckt und im April fliege ich für eine Woche nach Lanzarote. Natürlich bin ich auch noch für andere da, aber ich klinke mich immer mal wieder aus um zu genießen, dass es mir wunderbar geht, wenn ich mal nur für mich sorgen darf.
    Ich wünsche Dir viel Spaß beim weiteren Schreiben!
    Liebe Grüße
    Rita

  • #6

    Carla (Mittwoch, 27 Januar 2016 12:55)

    Liebe Rita,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, deine Erkenntnisse zu lesen und du hast völlig Recht, niemand kann die Löcher anderer Menschen stopfen. Jeder darf für sich selbst Verantwortung übernehmen, dann klappt auf einmal alles leichter. Was natürlich nicht heißt, dass man nicht füreinander da ist - aber halt so, wie es sich richtig und gut anfühlt. Es stimmt, dass es sich hierbei meist um eine früh angenommene Rolle handelt, die man erstmal durchschauen und dann Stück für Stück verwandeln darf. Dabei ist "Ausklinken" ab und zu sehr hilfreich.

    Alles Gute für dich und viel Spaß auf Lanzarote!

  • #7

    Christiane (Sonntag, 24 April 2016 18:01)

    .... es ist nicht nur wunderbar und aufmunternd zu lesen, was du schreibst, sondern unsere regelmäßigen Treffen sind für mich und mein Leben einzigartig! Ich habe schon in einigen Situationen, in denen ich mich früher überfordert gefühlt habe, mit den erlernten " Regeln " von dir super gut meistern können. Schön, dass es dich gibt, und das sich mein Leben durch dich positiv verändert !