Die 7 Fallen auf dem Weg persönlicher Entwicklung - Teil 1

Das Interesse an Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität nimmt zu -

immer mehr Menschen scheinen sich bewusst mit ihren persönlichen Prägungen, Themen wie Psychologie und einem tieferen Sinn im Leben zu beschäftigen.

Eine erfreuliche Entwicklung, kann dies doch mehr Heilung und Bewusstsein in die Welt bringen und uns kollektiv wachsen lassen.....

Aber aufgepasst! Auf dem Weg persönlicher Entwicklung befinden sich allerlei Fallen, in die viele Menschen hineinstolpern ohne es zu merken.

Welche das sind, wie du sie erkennst und vor allem, wie du wieder herauskommst, das erfährst du in diesem Artikel.

Achtung, er ist ein bisschen provokativ geschrieben und mit Ironie und Humor gewürzt -  kenne ich doch die eine oder andere Falle aus eigener Erfahrung ;-)

 

 

1) Die Falle des positiven Denkens

 

Eine wunderbare Idee: Sieh einfach, was du sehen willst und konzentriere dich nur auf das Schöne, dann fühlst du dich gut.

 

Dieser Idee war ich früher auch sehr zugetan. Klingt ja auch verlockend, das, was man nicht sehen und fühlen möchte, einfach zu aus dem Bewusstsein zu verbannen. Das heißt aber nicht, dass es nicht mehr da ist!

 

Oberflächliches positives Denken allein ist wie ein wunderschönes, großes und helles Wohnzimmer mit tollen Möbeln und einem teuren Perserteppich. Wow, beeindruckend! 

 

Aber unter dem Perser liegt komprimiert oft einiges an Schmutz  - eben alles, was unter den sprichwörtlichen Teppich gekehrt wurde, weil es nicht in die rosarote Positiv-Welt passte. Irgendwann schlägt der Teppich Wellen und - schwupps - liegt der Positiv-Denker auf der Nase.

 

Die Lösung:

 

Konzentrier dich auf das Gute, aber sei auch offen für das was möglicherweise sonst noch gerade in dir und um dich herum ist.

 

Beispiel: Wenn du Bauchschmerzen hast, frag dich innerlich nach dem Grund und sei gut zu dir, anstatt diese Realität durch Affirmationen und andere Tricks überschreiben zu wollen. Wenn dein Kind Schwierigkeiten in der Schule hat, frag es wie es sich fühlt und was es braucht, anstatt die Situation schönzureden.

 

Interessanterweise sind einige große Positiv-Denker irgendwann an Krebs erkrankt - in vielen Fällen ein Zeichen verdrängter Emotionen.

 ( Schau dir Tipp 2 dieses Videos an.)

 

Beziehe deshalb immer die wahren Gefühle ein, detoxe auf emotionaler Ebene.

 

2) Die Falle der Projektion

 

Was dir im Außen auffällt - positiv oder unangenehm - hat immer mit dir selbst zu tun. Besonders was du an anderen nicht magst, ist in Wahrheit sehr interessant und lehrreich für dich. Warum? Die Schattenanteile, die wir so gar nicht an uns selbst leiden mögen, projizieren wir einfach auf andere und bekämpfen sie im Außen. Wir tun das oft, um einem damit verbundenen Schmerz auszuweichen. 

 

Ein Beispiel: Wenn du in einem kindlichen, abhängigen Stadium nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit bekommen hast, tat das sehr weh und vielleicht assoziierst du seitdem damit: Bedürftigkeit ist schlecht und tut weh. Im Außen begegnen dir dann vermutlich öfter Menschen, die du als bedürftig und hilflos wahrnimmst und diese drücken dir die Knöpfe....vielleicht bekämpfst du sie sogar! "Person xy saugt Energie und nervt mich!"

Anderen fällt das vielleicht hingegen gar nicht auf...

 

Besonders die eigene Liebesbeziehung ist hinsichtlich Projektionen sehr spannend, denn nirgendwo sind wir uns so nah wie wie hier.

Was magst du so gar nicht an deinem Partner, was bringt dich auf die Palme, macht dich verrückt?

 

Was hat das - Überraschung - mit dir zu tun?

 

Die Lösung:

 

Frag dich, was dich an anderen stört, schreib es auf. Dann überlege, ob du in deiner Vergangenheit vielleicht selbst mal Erfahrungen mit mit dieser Eigenschaft gemacht hast? Oder was daran eigentlich so schlecht ist? Erkenne, dass es dir gut tun könnte, diese Qualität selbst mehr zu leben.

 

Mir selbst fiel es zum Beispiel unangenehm auf, wenn jemand sehr pedantisch, kontrolliert und genau ist - da ich eher zu den emotionalen und kreativen Menschen zähle. Ich fand diese Eigenschaften freudlos und langweilig, bis ich merkte, dass es mir selbst in vielen Situationen sehr gut tut, strukturiert und mit Kopf vorzugehen. Je mehr ich diese Eigenschaft selbst lebe, desto weniger stört sie mich an anderen.

 

 

3) Die Falle der spirituellen Flucht

 

Persönlichkeitsentwicklung beginnt oft durch ein Symptom, ein wiederkehrendes Muster, eine seelische Lernaufgabe. Auf der Suche nach einer höheren Wahrheit und himmlischem Trost finden viele Menschen zur Spiritualität. Diese ist wirklich eine riesengroße Ressource und hilft ungemein.

 

Sie ist aber keine Parallelwelt, kein anderes Zimmer, in das wir bei Bedarf gehen und die Tür zum Menschsein dabei schließen sollten, weil wir gerade keine Lust drauf haben. Spiritualität ist ein Teil des Menschseins und möchte uns helfen, dieses bewusst zu leben und mit Sinn zu erfüllen.

 

Manche Menschen meditieren sehr sehr viel, um vor bestimmten Aspekten ihres menschlichen Lebens zu flüchten.

Meditation ist wunderbar, aber hilft am besten in gesunden Maßen zum inneren Aufladen, genau wie Schlaf.

Wenn wir zu viel schlafen, fühlen wir uns auch eher verschlafen als lebendig!  

 

Denk einfach an den Grundsatz: Meditieren -  nicht dissoziieren!

 

Die Lösung:

Wenn du gerade ein wenig abhebst, den Halt unter den Füßen verlierst, besteht die Lösung darin, ganz bodenständig ins Hier und Jetzt zurückzukommen.

 

Frag dich liebevoll und ehrlich: Was brauchst du gerade ganz praktisch in deinem Leben? 

Ist es eine Schulter zum Anlehnen, einen Beruf, der dir Freude macht, jemand der dir zuhört, dich bedingungslos annimmt und sagt, dass er dich liebt?

 

Das hast du alles verdient! Unternimm praktische Schritte dahin. Bei Bedarf, such dir Unterstützung durch einen Therapeuten, Coach oder guten Freund. Sehr spirituelle Menschen profitieren von sehr bodenständigen Freunden. Beide bereichern sich!

 

Übernimm Verantwortung und hab Spaß an den menschlichen und praktischen Aspekte deines Lebens!

Geh in die Natur, genieß das Essen, spüre deinen Körper beim Sport oder Tanzen. 

 

Sei liebevoll zu Körper UND Seele!

 

 

 

Nächste Woche geht es weiter mit Teil 2 dieses Artikels, u.a. mit der Allmachts- und der Erleuchtungsfalle! Ich freu mich, wenn du wieder vorbeischaust :-)

 

 

 Nicht vergessen: Genieß dein Leben - jeden Tag!

 

Und verrate mir doch in den Kommentaren deine Meinung und Erfahrung zu den Fallen! Gerne kannst du den Artikel auch teilen :-)

 

Gratis für dich

Selbstliebe-Tipps

 

 

Lass dich durch diese 12 Schlüssel zur Selbstliebe inspirieren und lerne durch eine  neue Verbindung mit dir selbst alles Gute anzunehmen und dein Leben immer mehr zu genießen!

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0